Rechtsschutz für Mieter und Vermieter

Einem Mieter einer Wohnung oder eines Hauses steht die Möglichkeit offen sich im Rahmen eines Mieterrechtschutzes gegen etwaige Auseinandersetzungen mit dem Vermieter abzusichern. Eigentümer von Immobilien können sich hingegen für den Fall von Auseinandersetzungen und Streitigkeiten mit Mietern absichern, die der anwaltlichen oder gar gerichtlichen Hilfe bedürfen. Auch für Pächter und Verpächter kommt die spezielle Rechtsschutzversicherung in Frage.

Häufige Fälle, bei welchen diese Form der Rechtsschutzversicherung zum Tragen kommt sind: Kündigungen wegen Eigenbedarf, Nichtzahlen bzw. Kürzen der Miete durch den Mieter, hohe Betriebskostenabrechnungen etc.. Oft können die Unstimmigkeiten nicht auf dem „kleinen Dienstweg“ gelöst werden und es muss ein Anwalt eingeschaltet werden. Landet der Streit bei Gericht kommen schnell mehrere Tausend Euro auf jede der Parteien zu. Die Kosten steigen so schnell an, da bei jedem Streit als Streitwert von der Jahresmiete ausgegangen wird.

Um dieses Kostenrisiko so gering wie möglich zu halten, bietet es sich an eine entsprechende Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Es besteht bei den meisten Versicherungsunternehmen die Möglichkeit eine eigenständige Rechtsschutzversicherung für die entsprechenden Fälle im Rahmen von Mieter- und Vermieter Angelegenheiten abzuschließen. In den meisten Fällen wird jedoch ein Kombinationsprodukt abgeschlossen, das verschiedene Komponenten der Rechtsschutzversicherung enthält (insbesondere auch den Privatrechtsschutz).

Ist im Vertrag eine Versicherungssumme als Höchstgrenze festgelegt, ist der Versicherer auch nur verpflichtet die anfallenden Kosten bis zu dieser Grenze zu übernehmen. Die Versicherungssummen sind zwar üblicher Weise recht hoch, es sollte aber trotzdem eine unbegrenzte Deckung bevorzugt werden. Neben den Anwalts- und Gerichtskosten werden auch Kosten für etwaige Sachverständige bzw. Gutachter übernommen, die im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung eingesetzt werden müssen. Im Falle eines verlorenen Prozesses übernimmt die Versicherung auch die Kosten der gegnerischen Partei.

Diese Form der Rechtsschutzversicherung wird teilweise auch als Wohnungsrechtsschutz oder als Immobilienrechtsschutz bezeichnet, es verbirgt sich jedoch immer der gleiche Versicherungsschutz dahinter.