Eigenheimrente: Die Wohn-Riester Vorteile & Nachteile

Seit Anfang 2008 gilt das „Gesetz zur verbesserten Einbeziehung der selbstgenutzten Wohnimmobilie in die geförderte Altersvorsorge“ – im Allgemeinen besser bekannt als Wohn-Riester. Damit steht Riester-Rente Interessierten, und auch Personen die bereits einen Riester Vertrag haben, eine weitere Verwendungsmöglichkeit Ihrer Riesterersparnis zu Verfügung.

Ziel ist die staatliche Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum. Gefördert werden kann sowohl der Bau als auch der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses. Es ist sogar möglich das Geld in Erwerb einer Genossenschaftswohnung zu investieren. Die Voraussetzungen für die Förderung bezüglich des Sparers sind zunächst die gleichen wie bei einer ganz normalen Riester-Rente. Zusätzlich ist es erforderlich, dass die sich die gewünschte Immobilie im Inland befindet und für den Förderberechtigten den Lebensmittelpunkt darstellt. Immobilien die vom Fördeberechtigten vor dem Jahr 2008 gekauft oder gebaut worden sind, sind von der Wohnriester-Förderung leider ausgeschlossen!

Wohn Riestern mit einem bestehenden Vertrag

Aus einem bestehenden Riester-Rente Vertrag kann bei Renteneintritt die vorhandene Ersparnis entnommen werden um diese in Wohneigentum zu investieren. Zulässig ist eine Entnahme bis zu 75% der Gesamtsumme. Alternativ kann auch die volle Summe entnommen werden. Eine spätere Rückzahlung auf das Riesterkonto ist seit dem Eigenheimrente-Gesetz nicht mehr notwendig. Der eventuelle verbleibende Restbetrag wird später ganz normal als Rente geleistet. In den Vertrag aus dem das Geld entnommen wurde, kann zudem jederzeit wieder eingezahlt werden.

Spezielle Wohn-Riester Verträge

Auf dem Markt sind inzwischen auch spezielle zertifizierte Riester Verträge zur Baufinanzierung oder Baudarlehen erhältlich. Angeboten werden diese insbesondere von Bausparkassen und Banken. Mit diesen ist es möglich die Zulagen und die Eigenleistung direkt für die monatliche Tilgung einzusetzen.

Wohn-Riester und die Steuern

Auch bei dieser Anlagevariante müssen in der Auszahlungsphase (ab Rentenbeginn) Steuern geleistet werden. Weil beim Wohn Riester keine realen Geldzahlungen vorliegen, wird ein sogenanntes „fiktives Wohnförderkonto“ von Finanzamt eingerichtet. Um auszugleichen, dass der Förderberechtigte lange vor der Rente von seiner Riester-Rente profitiert, wird das Guthaben des Riesterkontos jedes Jahr mit 2% verzinst. Bei Rentenantritt kann der Sparer dann wählen ob er den sich ergebenden Gesamtbetrag durch eine Einmalzahlung begleicht oder gleichmäßig verteilt bis zum 85. Lebensjahr versteuern möchte. Bei der Einmalzahlung müssen nur 70% der Gesamtsumme versteuert werden. Die Höhe der Steuern ergibt sich aus dem persönlichen Einkommensteuersatz im Rentenalter.

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Gute externe Infos zum Wohn-Riester: