Riester-Rente Voraussetzungen & Höhe der Förderung

Eine staatliche Förderung im Rahmen der Riester-Rente können alle Personen erhalten, die einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Zum begünstigten Personenkreis gehören u. a. auch Beamte, Personen in den ersten 3 Jahren des Erziehungsurlaubs und vollständig Erwerbsunfähige.

Der Ehepartner eines Förderberechtigten kann ebenfalls eine Riesterförderung erhalten („indirekte Förderberechtigung“). Vorausgesetzt der Förderberechtigte schließt gemeinsam mit ihm ab, oder hat bereits einen Riester Vertrag abgeschlossen. Auf diese Weise können auch ansonsten ausgeschlossene Personen wie z.B. Selbständige, Hausfrauen oder nicht rentenversicherungspflichtige Studenten einen Riester-Vertrag abschließen.

Die Förderung durch die Riester-Rente Zulagen

Die Zulagenförderung setzt sich zusammen aus der Grundzulage und der Kinderzulage. Die Grundzulage beträgt jährlich 154 Euro pro Person, die Kinderzulage liegt bei 300 Euro für jedes nach 2007 geborene Kind. Für vor 2008 geborene Kindern beträgt die jährliche Kinderzulage 185 Euro.

Um die volle Zulage zu erhalten müssen im entsprechenden Jahr 4% des sozialversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens (max. 2100 Euro) in den Riestervertrag eingezahlt werden. Wird dieser Riester Rente Mindestbeitrag unterschritten, dann erhält der Sparer die Zulagen nur anteilig. Der Mindestbeitrag muss jedoch nicht alleine vom Riestersparer getragen werden, sondern errechnet sich indem man die Zulagen abzieht.

Beispiel: Ein Ehepaar, der Mann ist Arbeitnehmer, die Frau ist Hausfrau, 2 Kinder

Vorjahreseinkommen 35.000 Euro x 4% = 1400 Euro Mindestbeitrag
Förderung durch Zulagen: 2 x 154 Euro + 300 Kinderzulage + 185 Euro Kinderzulage (vor 2008 geboren) = 793 Euro staatliche Zulagen
1400 Euro Mindestbeitrag – 793 Euro Zulagen = 607 Euro Eigenbeitrag.

In diesem Beispiel spart das Ehepaar 1400 Euro für die Riester-Rente an. Davon muss es jedoch nur 607 Euro selber einzahlen. Den Rest überweist der Staat direkt in Form der Zulagen.

Haben bei einem Ehepaar beide ein eigenes sozialversicherungspflichtiges Einkommen, dann errechnet sich Mindestbeitrag jeweils separat. Die Kinderzulage wird sofern nicht anders beantragt der Frau zugerechnet und auf deren Riester-Konto eingezahlt.

Steuervorteile (Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG)

Der Eigenbeitrag zur Riester-Rente stammt aus dem Nettoeinkommen – ist also bereits versteuert worden. Der Steuervorteil spielt prinzipiell immer dann eine Rolle, wenn die vom Staat gewährten Zulagen den vom Riestersparer eingezahlten Eigenbetrag nicht zumindest von der enthaltenen Einkommensteuer freistellt. Liegt keine vollständige Einkommenssteuerbefreiung der geleisteten Beiträge durch die erhaltenen Zulagen vor, wird der Betrag welcher für eine vollständige Einkommenssteuerbefreiung notwendig ist vom Finanzamt erstattet. In vielen Fällen profitiert der Sparer also nur von der bereits erläuterten Zulagenförderung.


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