Tipps zur Produkt & Anbieter Auswahl bei der Riester Rente

Die Höhe der staatlichen Förderung ist bei allen Riester Anlagevarianten gleich. Daher spielt die Auswahl des passenden Produkts und des günstigsten Anbieters die entscheidende Rolle. Sind Sie nicht sicher welches Riesterprodukt für Sie das Beste ist, dann lesen Sie den Abschnitt „Riester Anlageformen: Banksparplan, Fondssparplan, Rentenversicherungen“ und/oder lassen Sie sich von einem Experten beraten.

Eine kostenlose Beratung und einen Vergleich konkreter Angebot können Sie direkt online mit einem Vergleichs- bzw. Anfrageformular anfordern. Solche Formulare finden Sie auf vielen Versicherungsseiten im Internet. Ihr Vorteil dabei: Einige Anbieter gewähren Sonderkonditionen (aufgrund des geringeren Vertriebsaufwands) und Sie erhaltene eine anbieterunabhängige Übersicht inklusive einer telefonischen Beratung.

Möchten Sie sich lieber persönlich beraten lassen, dann sollten Sie sich an einen ungebundenen Vermittler wenden. Also einen Berater, der nicht nur für eine bestimmte Gesellschaft arbeitet. Testergebnisse können einen guten Anhaltspunkt liefern, sollten aber nicht überwertet werden. Um die für Sie persönlich am besten geeignete Riester-Rente zu finden, sollten Sie nicht auf eine Beratung verzichten, da sehr viele Aspekte zu beachten sind.

Worauf Sie in jedem Fall achten sollten:

  • Die Vertriebs- und Abschlusskosten müssen gesetzlich vorgeschrieben auf mindestens 5 Jahre verteilt werden. Je länger der Zeitraum ist, desto geringer sind die Kosten im Fall eines Wechsels. Bereits geleistete Gebühren werden nicht erstattet. Die Abschlusskosten sollten natürlich so gering wie möglich sein.

  • Obwohl ein Anbieterwechsel mit finanziellen Verlusten (geleistete Abschluss- und Vertriebskosten sowie Wechselgebühren) verbunden ist, kann bei einer noch längeren Ansparphase ein Wechsel lohnen – sofern Sie deutlich günstigere Konditionen erhalten. Werfen Sie daher auch einen Blick auf die Wechselgebühren.

  • Achten Sie darauf, dass keine hohen Gebühren für eine Ruhestellung des Vertrags verlangt werden. Im besten Fall können Sie bei finanziellen Engpässen den Vertrag beitragsfrei stellen, ohne dass weitere Kosten entstehen.

  • Neben den Vertriebs- und Abschlusskosten sollte auch die jährlichen Verwaltungsgebühr möglichst gering ausfallen. Diese senkt nicht nur unmittelbar den Zuwachs Ihres Kontoguthabens, sondern kann durch den Zinseszins-Effekt langfristig stark ins Gewicht fallen.


Generell sind die Gebühren stark abhängig von der Wahl des Riester-Produkts. Eine Banksparplan verursacht sehr geringe Kosten, eine Rentenversicherung vergleichsweise hohe Kosten. Trotzdem ist die Rentenversicherung für einige Anleger die bessere Wahl. Haben Sie sich für eine Anlagevariante entschieden, dann vergleichen Sie die Kosten innerhalb dieser zwischen den Anbietern. Alle Anbieter sind verpflichtet dem Kunden eine Übersicht aller anfallenden Kosten zur Verfügung zu stellen!

Produktbezogene Tipps:

  • Riester-Banksparpläne sind bei den Anbietern nicht sonderlich beliebt – mit Ihnen lässt sich nur begrenzt Geld verdienen. Sind Sie überzeugt, dass es sich für Sie um das passende Produkt handelt, dann sollten Sie die Mühe investieren einen Anbieter zu finden. Genau erfragen sollten Sie wie die Auszahlungsphase gestaltet wird. Hier sind die genauen Regeln häufig noch unklar.

  • Bei der klassischen Rentenversicherung sollten Sie die garantierte Mindestverzinsung zwischen den Anbietern vergleichen. Einige Anbieter bieten eine höhere Mindestverzinsung als gesetzlich vorgeschrieben (2,25%). Sofern Daten über zusätzlich erwirtschafteten Überschüsse vorliegen sollten Sie auch diese einbeziehen.

  • Bei Riester Fondssparplänen ist die zeitliche Verteilung der Abschluss-, Vertriebskosten und Verwaltungsgebühr besonders wichtig. Üblich ist eine Verteilung über die gesamte Laufzeit. Werden die Kosten für die gesamte Spardauer auf die ersten fünf Jahre umgelegt, können anfangs sehr hohe Gebühren fällig werden. In einigen Fällen über 20% der Einzahlung in den ersten 5 Jahren. Erst danach fließen die Einzahlungen (abgesehen von der jährlichen Depotgebühr) in eigentlicher Höhe in den Riester-Vertrag.