Grundlagen der Riester-Rente - die Riesterförderung

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Mit der Riester-Förderung lässt sich ein Teil der Rentenlücke schließen, welche unter anderem durch die Kürzungen im Rahmen der Rentenreform (2001) entstanden ist. Sie wurde im gleichen Jahr eingeführt und ist maßgeblich von dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester entwickelt worden.

Anfangs wurde Sie nur sehr schleppend von der Bevölkerung akzeptiert, hat mit über zwölf Millionen Riesterverträgen (Stand 2009) aber inzwischen eine sehr hohe Verbreitung erreicht. Nicht zuletzt weil auch in Zukunft mit weiteren drastischen Kürzungen der gesetzlichen Rente zu rechnen ist. Ein anderer Grund für den Erfolg ist die im Zeitverlauf immer weiter angestiegene Riester-Förderung. Die Kinderzulage etwa wurde seit 2001 sogar mehr als versechsfacht.

Wie funktioniert die Riester-Rente Förderung?

Das Grundprinzip der Riester-Rente ist, dass ein Sparer jährlich einen gewissen Anteil seines Einkommens in seinen Riestervertrag einzahlt und dafür eine ergänzende Zulage vom Staat erhält. So lassen sich schon mit einer geringen Eigenleistung auf lange Sicht attraktive Rentenansprüche aufbauen. Damit sich ein Vorsorgeprodukt Riester-Rente nennen darf und förderfähig ist, muss es bestimmte gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen.

Die wichtigsten Zertifizierungskriterien sind:

Die monatlichen Zahlungsansprüche im Rentenalter müssen personenbezogen und dürfen nicht übertragbar sein. Die Zahlungen haben vom Renteneintritt bis zum Tod des Sparers zu erfolgen. Die Auszahlung darf erst ab einem Alter von 60 beginnen. Weiterhin muss der Anbieter zum Renteneintritt hin mindestens den gesamten Sparbetrag (Eigenleistung und staatliche Zulagen) garantieren. Gerade dieser Punkt macht diese Vorsorgeform zu einer sehr sicheren Geldanlage.

Die Anlageprodukt und der Anbieter entscheiden über die Rendite

Auf dem Markt sind sehr unterschiedliche Riester-Anlageprodukte erhältlich. Die Ersparnis auf dem Riesterkonto wird, im Rahmen der oben genannten Garantieverpflichtungen, vom Anbieter entsprechend der gewählten Variante angelegt um eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Die wichtigsten Anlageprodukte sind der Banksparplan, die klassische Rentenversicherung, der Fondssparplan und seit einiger Zeit das sogenannte Wohn-Riester, mit welchem der Kauf bzw. Bau von selbstgenutztem Wohneigentum möglich ist. Welches Anlageprodukt für einen Sparer am besten geeignet ist, hängt stark von der persönlichen Situation und Risikobereitschaft des Sparers ab. Alle Varianten besitzen gewisse Vorteile und Nachteile. Die Auswahl des passenden Riester-Anlageprodukts ist im Prinzip die wichtigste Entscheidung, denn die Höhe der staatlichen Riesterförderung ist vollkommen unabhängig von der gewählten Anlageform.


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