Infos: Die Grundlagen der Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherungen dienen dazu den Verlust der eigenen Arbeitskraft und somit der finanziellen Lebensgrundlage abzusichern. Genauer gesagt schützt eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit dagegen, dass der zuletzt ausgeübte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Der Versicherungsnehmer erhält im Versicherungsfall eine montliche Rente ausgezahlt. Das Risiko einer Berufsunfähigkeit wird leider noch immer unterschätzt. Etwa jeder dritte Berufstätige wird vor seinem Renteneintritt berufsunfähig - bei Arbeitern ist der Anteil sogar noch höher. Die häufigste Ursache sind schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von Krankheiten.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist sowohl für abhängig Beschäftigte, Selbständige als auch Beamte dringend zu empfehlen. Familien bei denen der Hauptverdiener durch Krankheit oder Unfall als Versorger ausfällt, droht eine dauerhafte finanzielle Situation auf Sozialhilfeniveau. Aber auch Hausfrauen, Studenten, Schüler und Auszubildende sollten eine solche Versicherung abschließen. Wobei bei Personen ohne oder mit nur geringem Einkommen die möglichen Versicherungsleistungen begrenzt sind.

Der Staat kennt seit 2001 nur noch eine teilweise bzw. vollständige Erwerbsminderung – für welche nur eine sehr geringe Rente gezahlt wird, und das nur wenn keine noch so einfache Arbeit mehr ausgeübt werden kann. Daher sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ab dem 15. Lebensjahr abgeschlossen werden. Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge. Zudem haben Berufsanfänger kaum oder gar keine Möglichkeit gehabt eine anderweitige Vorsorge zu treffen.

Arten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherungen lassen sich als selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) oder als Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen (BUZ) abschließen. Eine BU ist eine vollkommen eigenständige Versicherung. Eine BUZ hingegen ist an einen anderen Versicherungsvertrag „gekoppelt“.
Die Kombination z.B. einer Risikolebensversicherung mit einer BUZ kann sinnvoll sein. Eine Verbindung mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung hingegen ist in den meisten Fällen keine sinnvolle Kombination. Wie bei fast allen Versicherungen gilt auch hier: In finanzieller Hinsicht und aus Gründen der Flexibilität ist tendenziell zu eigenständigen Verträgen zu raten.

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