Private Unfallversicherungen: Leistungsarten & Leistungshöhe

Die Hauptleistung der privaten Unfallversicherung ist die sogenannte „Invaliditätsleistung“. Sie wird als einmaliger Geldbetrag von der Unfallversicherung geleistet. Die Höhe der Auszahlung bemisst sich nach dem Invaliditätsgrad („Schwere der Beeinträchtigung“), der vereinbarten Versicherungssumme und einer eventuell vereinbarten „Progression“.

Invaliditätsgrad:
Der Grad der Invalidität wird durch einen Arzt ermittelt, der sich an der im Vertrag festgelegten „Gliedertaxe“ orientiert. Die Gliedertaxe ist eine Tabelle in der festgehalten ist, welcher Invaliditätsgrad z.B. für den (Teil-) Verlust eines Armes oder eines Auges anzusetzen ist. Einzelbeeinträchtigungen werden bis zu einem Invaliditätsgrad von 100% aufsummiert.

Progression:
Es ist inzwischen üblich bei Unfallversicherungen, dass eine Progression vereinbart wird. Progression bedeutet, dass die Auszahlungssumme stärker ansteigt als der Invaliditätsgrad. Wie viel stärker und in welchen Stufen, ist vom einzelnen Vertrag abhängig.
Bei einer Progression von 350% und einem Invaliditätsgrad von 100% würden dann z.B. die 3,5 fache vereinbarte Grundversicherungssumme ausgezahlt werden. Der Sinn des Ganzen ist es, den stark steigenden Kapitalbedarf bei ansteigender Beeinträchtigung auszugleichen.

Weitere mögliche Leistungen der privaten Unfallversicherung

Zusätzlich zur Invaliditätssumme können weitere Leistungen vereinbart werden. Diese können meist nicht alleine abgeschlossen werden.

Todesfallleistung:
Die Todesfallleistung wird gezahlt, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb eines Jahres an den Unfallfolgen stirbt - im Todesfall würde ansonsten kein Anspruch auf eine Zahlung bestehen. Der größte Nutzen dieser Leistung liegt jedoch darin, zügig Leistungen von der Versicherung zu erhalten. Unfallversicherungen erbringen im Normalfall die Invaliditätsleistung erst nach etwa einem Jahr. Wenn eine Todesfallleistung vereinbart ist, kann ein Vorschuss in entsprechender Höhe beantragt werden. Vorsicht: Eine Todesfallleistung ist kein vollwertiger Ersatz für eine Risiko-Lebensversicherung (mehr zu Risikolobensversicherungen auf: www.versicherungsfux24.de), da nur auf einen Unfall zurückzuführende Todesursachen geschützt sind.

Übergangsleistung:
Mit einer Übergangsleistung kann ebenfalls die Zeit bis zur vollständigen Zahlung der Hauptleistung überbrückt werden. Diese ist fällig, wenn der Versicherungsnehmer zu einem hohen Grad durch einen Unfall beeinträchtigt ist (bereits bei voraussichtlichen 3-6 Monaten Beeinträchtigungen zu 50-100%). Prinzipiell ist aber eher eine Todesfallleistung vorzuziehen, um in jedem Fall von der Versicherung zu profitieren.

Sonstige Leistungen:
Es lassen sich je nach Anbieter diverse weitere Leistungen vereinbaren. Etwa eine lebenslange Rentenzahlung (teuer!), Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld sowie Unfalltagegeld. Auch Sofortzahlungen bei bestimmten vereinbarten Verletzungen sind möglich. Prinzipiell sollte lieber in eine höhere Invaliditätsleistung investiert werden, als in die diversen Zusatzleistungen. Diese sind oft unverhältnismäßig teuer und werden erst ab hohen Beeinträchtigungsgraden gezahlt bzw. sind an sehr spezielle Eintrittsbedingungen geknüpft.

Nächster Abschnitt: Leistungsbedingungen & Ausschlüsse in der privaten Unfallversicherung?

Private Unfallversicherung Online Vergleichsrechner





Tipp im Netz: auf im-vergleich.org zu Girokonten informieren & online vergleichen http://www.im-vergleich.org/girokontenvergleich.php.