Riester Rente Vorteile und Nachteile

Die Riester-Rente hat, wie jede Anlageform gewisse Vor- und Nachteile. Auch wenn die Vorteile unserer Einschätzung nach deutlich überwiegen, sollen hier mögliche Nachteile ausführlich beschrieben werden, damit Sie sich einen zuverlässigen Eindruck verschaffen können. Der größte Vorteil liegt sicherlich in den staatlichen Zulagen und den Steuervorteilen. Der größte Nachteil ist eine eingeschränkte Flexibilität hinsichtlich der freien Verfügbarkeit des ersparten Kapitals.

Die Riester-Rente Nachteile
  • Die Riester-Rente lässt sich nur schlecht vor dem Rentenalter auflösen, ohne dass höhere finanzielle Verluste entstehen. Das ist zu einem gewissen Grad auch so beabsichtigt. Bei einer Kündigung muss die Förderung zurückgezahlt werden und die bereits erwirtschaftetet Überschüsse müssen versteuert werden. Vom Sparer geleistete Vertriebs-, Verwaltungs- und Abschlussgebühren werden nicht erstattet, sondern sind verloren.

  • Stirbt der Sparer vor dem Rentenbeginn, dann muss die Förderung wie bei einer Kündigung zurückgezahlt werden. Der Ehepartner darf jedoch ohne Verlust der Förderung die gesamte bisherige Ersparnis auf seinen Riester Vertrag übernehmen.

  • Wurde die Riester Rente für den Erwerb oder Kauf von Wohneigentum verwendet („Wohn-Riester Eigenheimrente“) und nicht entsprechend den Regeln wieder investiert oder zurückgezahlt, geht die Förderung ebenfalls verloren. Auch hier existieren verschiedene Möglichkeit die Förderung trotzdem zu bewahren. So ist es etwa förderungsunschädlich, wenn der Riester Anteil am Verkaufserlös in einen beliebigen anderen Riestervertrag eingezahlt wird.

  • Durch die Zulagen und/ oder die Steuervorteile sind die Eigenleistungen zur Riester-Rente immer von der Einkommenssteuer befreit. Dafür gilt jedoch auch, dass die Rentenzahlungen im Rentenalter voll einkommensteuerpflichtig sind („nachgelagerte Besteuerung“). Es gilt der persönliche Einkommenssteuersatz im Rentenalter, der in aller Regel jedoch deutlich niedriger ist, als der Steuersatz während der normalen Berufstätigkeit.

  • Eine „Mallorca-Rente“ ist nicht ohne Verlust der Förderung möglich. Wenn die Steuerpflicht in Deutschland endet, dann müssen die Riesterzulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Hier gelten jedoch recht vorteilhafte Sonderregeln: Auf Wunsch des Sparers lässt sich die Rückzahlung zeitlich strecken. Es werden dann monatlich 15% der Rentenzahlungen einbehalten bis die Fördersumme zurückgezahlt ist.

Die Riester-Rente Vorteile
  • Jeder Riester-Anbieter muss eine Ruhestellung des Vertrags ermöglichen. Für diesen Zeitraum werden keine Einzahlungen getätigt und der Sparer erhält entsprechend keine weitere staatliche Förderung. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Riester-Rente ohne Nachteile weiter bespart werden. Bei guten Anbietern sollten keine oder nur sehr geringe Kosten für die Zeit der Ruhestellung des Vertrags entstehen.

  • Insbesondere für Familien mit Kindern lassen sich sehr hohe Förderquoten durch die Kinderzulage erreichen. Personen mit hohem Einkommen können stark von den Steuervorteilen profitieren.

  • In jedem Fall muss der Riester-Anbieter dem Sparer die Verfügbarkeit des gesamten Sparbetrags zum Renteneintritt garantieren. Das gilt sowohl für die Eigenleistung, als auch für die gesamten staatlichen Zulagen! Das macht die Riester-Rente zu einer äußerst sicheren Anlage.

  • Bei Renteneintritt ist förderunschädlich eine Auszahlung von 30% der gesamten Riester-Ersparnis möglich.

  • Riester-Renten dürfen in der Ansparphase nicht gepfändet oder auf andere Personen übertragen werden. Sie sind also vor Harz 4 bzw- ALG II Anrechnung und persönlicher Insolvenz geschützt.

  • Eine Riester-Rente lässt sich problemlos mit anderen Formen der Altersvorsorge kombinieren. Der geförderte Sparbetrag (maximal 2100 €) wird nicht auf die weiteren steuerlich geförderten Vorsorgeleistungen angerechnet. Somit kann z.B. zusätzlich eine betriebliche Altersvorsorge in der vollen Förderungshöhe durchgeführt werden.

  • Ein Wechsel des Anbieters ist im Gegensatz zu vergleichbaren nicht Riester geförderten Anlageprodukten recht einfach. Die staatliche Förderung muss bei einem Anbieterwechsel nicht zurückgezahlt werden.

  • Die Eigenbeiträge zur Riester-Rente sind immer von der Einkommenssteuer befreit. Die gesamte Ersparnis (Eigenbeitrag und Zulagen) wird bis zum Renteneintritt gewinnbringend angelegt und erwirtschaftet eine Rendite – je nach gewählter Anlageform und wirtschaftlicher Lage. Auch da die Abgeltungssteuer keine Rolle spielt, lässt sich durch den Zinseszins-Effekt gerade bei langen Laufzeiten eine hohe Rendite erwirtschaften.
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Zum nächsten Abschnitt: Die Riester Anlageformen (Riester-Banksparplan, Riester-Fondssparplan, Riester Rentenversicherungen)